Stand der Dinge

Es ist Zeit für einen Film über Ita Wegman

Aktuell laufen Filme über bemerkenswerte Frauen des letzten Jahrhunderts in den Kinos: über die Tänzerin Loïe Fuller, die zweifache Nobelpreisträgerin Marie Curie, die Malerin Paula Modersohn-Becker, die Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé; alles im Rückblick auf eine Zeit, in der Frauen das Studium der Medizin nur im weltoffenen Zürich gestattet war, in der sie nicht wählen oder ohne den Gatten Verträge unterschreiben durften. Trotzdem sind es keine feministischen Filme. Es sind sorgsam skizzierte Portraits, die lebendig machen, dass Frauen ihren eigenen Weg mit Hilfe der eigenen Überzeugungen und aus eigener Kraft gehen. Es ist Zeit für einen Film über Ita Wegman.

Sie war eine der großen Frauengestalten des frühen 20. Jahrhunderts und ist es bis heute durch ihre Bedeutung für die Medizin, für ein individuelles und soziales Menschenbild und für das Rollenverständnis von Frauen.

Das europaweite Schaffen Ita Wegmans eröffnet bei den TV-Sendern und Filmförderungen die Möglichkeit einer internationalen Koproduktion.

Die MFG vergibt 3,7 Millionen Euro für 28 Projekte – „Itas Vermächtnis“(AT) ist eines davon!   

Der nächste große Schritt ist das beenden des Szenarios, zum Frühjahr 2018. Unsere Co-Produzentin in Österreich ist schon ungeduldig. 

Ruth Bamberg im Januar 2018